Gedanken zum Ewigkeitssonntag

Am 22. November ist Ewigkeitssonntag. Die meisten sagen: Totensonntag. Beides ist richtig. Wir gedenken unserer Verstorbenen Angehörigen, besuchen ihre Gräber auf dem Friedhof und schmücken sie. Erinnerungen an die schönen Momente miteinander, Dankbarkeit, aber auch immer wieder Trauer, Schmerz und Vermissen. Ewigkeitssonntag aber heißt: Wir schauen nicht nur zurück, sondern auch nach vorn. Auf das kommende Reich Gottes, in dem es kein Leid, keinen Schmerz und keine Trennungen mehr geben wird. Das ist unsere Hoffnung. Diese Hoffnung hilft mir, auch mit manchem schweren Abschied zu leben, weil ich weiß, der Abschied ist nicht für immer. Am Ende sehen wir uns wieder vor dem hell strahlenden Angesicht Gottes.

Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel, der kommt

Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel, der kommt, wenn einst Himmel und Erde vergehen. 
Der Himmel, der kommt, das ist der kommende Herr, wenn die Herren der Erde gegangen.
Der Himmel, der kommt, das ist die Welt ohne Leid, wo Gewalttat und Elend besiegt sind.
Der Himmel, der kommt, das ist die fröhliche Stadt und der Gott mit dem Antlitz des Menschen.
Der Himmel, der kommt, grüßt schon die Erde, die ist, wenn die Liebe das Leben verändert.

Kurt Marti 1971, EG 153