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Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde

St. Moritz Taucha
 
 
 
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Zu ihr gehören neben der St. Moritz-Kirche in Taucha die Martin-Luther-Kirche in Dewitz
und die St. Katharinenkirche in Sehlis.



Die Weihnachtsbeleuchtung in mir drin anknipsen

Geolina163 - https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Pobershau_Weihnachtsdekoration_Fenster.jpgJetzt kommt die dunkelste Zeit im Jahr. Gut, dass gleichzeitig auch Advent und Weihnachten ist. Besonders im Erzgebirge, wo ich herkomme, gibt es die schöne Tradition der Dunkelheit mit allerlei Weihnachtsbeleuchtung zu trotzen. In vielen Erzgebirgsdörfern ist in der Advents- und Weihnachtszeit dann fast jedes Fenster mit Schwibbögen, Sternen oder Lichterengeln erhellt. Das werde ich hier in Leipzig und Taucha sicher vermissen und deshalb versuchen zumindest die Pfarrwohnung entsprechend aufzurüsten.

Mindestens genauso wichtig wie die Fensterbeleuchtung ist aber das Licht in mir drin. Denn in der dunklen Jahreszeit wird es auch bei vielen in der Seele dunkler: Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung oder Trauer und Einsamkeit, die in dieser Zeit besonders intensiv sein können. Wäre es da nicht schön, wenn ich genauso wie die Schwibbögen und Lichterengel meine innere „Beleuchtung“ anschalten könnte?

Die Bibel rät uns: „Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.“ (Jesaja 50,10) Der Name des Herrn: Das ist Jesus Christus. Indem Gott in Jesus Mensch geworden ist, hat er das Leben vieler Menschen wieder hell gemacht, hat neue Hoffnung und Perspektive geschenkt. Und wenn ich ihm in möglichst vielen Bereichen meines Lebens vertraue, dann werde ich spüren, wie es in mir drin wieder heller wird.

Aber kann ich dieses Vertrauen einfach so anknipsen wie die Weinachtsbeleuchtung? So einfach ist es leider nicht. Vertrauen wächst meist langsam. Aber es gibt manches, was mir helfen kann, mich für Gottes Licht zu öffnen: Ich kann mir bewusst Zeit für Gott nehmen, vielleicht mal eine der vielen Veranstaltungen, Konzerte und Gottesdienste in der Advents- und Weihnachtszeit besuchen. Oder ich kann mich für andere engagieren, zum Beispiel im Besuchsdienst mitarbeiten oder im Chor mitsingen. Schon viele haben die Erfahrung gemacht: Wenn ich anderen Licht bringe, wird es auch in meinem eigenen Leben hell. Und manch einem hilft es vielleicht wirklich die Fenster mit hellen Lichtern zu schmücken.

Eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit und ein gesegnetes Jahr 2020!

Pfarrer Nico Piehler

 
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